Die Geschichte des Hauses Letmathe

In einem Güterverzeichnis des Klosters Wer-den wird 1036 zum ersten Mal ein Hof in Letmathe genannt (in Letnetti – I mansum). Dieser Hof ist die Keimzelle von Haus Letmathe.

Schon im 14. Jahrhundert ist eine Burganlage urkundlich nachweisbar, und weil diese 1376 als verfallen bezeichnet wurde, ist davon auszugehen, dass sie erheblich früher gebaut wurde.Das heutige Gebäude ist 1473 als Wehranlage errichtet worden; an der Nordseite ist noch jetzt eine Schießscharte zu sehen. Auf einem trapezförmigen Grundriss wurde aus grobem Kalksteinmauerwerk eine an allen Seiten von einer Gräfte, einem Wassergraben, umgebene Burg errichtet.

 

 

Die ursprüngliche Anlage bestand aus zwei rechteckigen Baukörpern im Norden und im Süden, die im Westen durch einen Torturm verbunden waren. Zwischen den beiden Bauteilen bildete sich ein Hof, der im Osten von einer Mauer abgeschlossen wurde. Der Zugang zum Hof erfolgte wahrscheinlich über eine heute nicht mehr vorhandene Zugbrücke durch den Torturm. An der Hofseite des Torturms befand sich eine Treppe, über die das heutige Erdgeschoss des südlichen Bauteils erschlossen war. Erhalten blieben im Keller alle ursprünglichen Umfassungs-mauern, in die lediglich im Laufe der Zeit andere Durchbrüche eingebaut wurden. Im Erdgeschoss blieben die Umfassungsmauern des südlichen Bauteils erhalten, die inneren Mauern des östlichen Bauteils und des Torturms wurden teilweise entfernt.

Die Eigentümer des Hauses

Von der Familie von Letmathe, die 1231 erstmalig urkundlich erwähnt wird, gelangte Haus Letmathe über verschiedene andere Besitzer im Jahre 1409 an die Herren von Westhove, 1576 als Erbe an die Familie von Brabeck.

Jobst Edmund von Brabeck

1812 durch Verkauf an die Iserlohner Unternehmer Pütter und Ebbinghaus, 1852 als Erbe von Friedrich Ebbinghaus an seinen Schwiegersohn Carl Overweg.

Carl Overweg

Dessen Enkel verkaufte es 1918 an Fürst Adolf von Bentheim-Tecklenburg. Dieser vermietete es an verschiedene Nutzer, seit 1954 an die Stadt Letmathe, und verkaufte es 1971 an die Firma Hoesch, von der es 1975 die Stadt Iserlohn erwarb.